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12. Juni 2020

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Solidarpaket #Eupenhältzusammen

Eupen in Zeiten von Corona: Wie gemeinsam etwas für die Lebensperspektiven und Lebensqualität in unserer Stadt tun? Diese Frage beschäftigt die Initiative #Eupenhältzusammen. In ihrem Rahmen setzt die Stadt Eupen zum 15. Juni ein breites Solidarpaket in Kraft, geschnürt in Absprache mit verschiedenen wichtigen Partnern wie die Initiative selbst sowie „Eupen handelt“ und dem „Rat für Stadtmarketing“. Vertreter dieses Netzwerks stellten am heutigen 12. Juni das Solidarpaket vor.

Ein paar Eckpunkte kurz genannt: Die Stadt Eupen veranlasst direkte und unbürokratische finanzielle Entlastungen für den gebeutelten Horeca-Bereich. Die Terrassensteuer und Steuer auf Schankstätten werden ebenso ausgesetzt wie die Steuer auf Aufenthalt und die Marktgebühren. Stadtweit werden Gastronomen, die es wünschen, ihre Terrasse mit Pflanzen gestalten können, die ihnen die Stadt Eupen zur Verfügung stellt. Ihre Gäste sollen sich wohlfühlen, das Stadtbild dadurch weiter aufgewertet werden – überall in Eupen.

Für den Bereich der Innenstadt gibt es weitere Überlegungen, im Zuge dessen, was der Infektionsschutz bis auf Weiteres gebietet. Dort sollen ab Montag, 15. Juni, bis Ende August Verkaufsflächen und Terrassen an der frischen Luft ausgeweitet werden.  Dieses Projekt „Eupen open air“ begleiten verschiedene Maßnahmen, um den Einzelhandel, die Gastronomie- und Kulturbetriebe in der Corona-Krise zu stärken.

Da der öffentliche Raum in der Innenstadt nicht beliebig vermehrbar ist, werden für manche Erweiterungen von Verkaufsflächen und Terrassen leider Parkplätze weichen müssen. Eine zusätzliche Herausforderung stellt sich in einem kleinen Teilgebiet, konkret der Paveestraße, Klosterstraße, Marktplatz, untere Bergstraße, Klötzerbahn. Um auch hier Einzelhandel, Gastronomie- und Kulturbetriebe wie gewünscht zu entlasten und zu stärken, führt die Stadt während des Projektzeitraums eine Verkehrsberuhigung durch.

Mit „Eupen handelt“ wurde vereinbart, dass die genannten Straßen zu folgenden Zeiten reine Anliegerstraßen werden, offen allerdings für Bus und Taxis: werktags von 18 bis 23 Uhr, wochenends von 11 bis 23 Uhr. Zum Zeitpunkt der Verkehrsberuhigung gilt für alle Fahrzeuge Schrittgeschwindigkeit. Nach intensiver Beratung mit der Polizei hat sich die Stadt entschieden, für den Projektzeitraum die Hufengasse zur Sackgasse zu machen – die Enge an der Passage zur Innenstadt ist gefährlich, gerade für Gehbehinderte, Menschen mit Kinderwagen etc.

Jeder der Beteiligten arbeitet unter hohem Zeitdruck, um viele solcher Details im Paket zu klären. Es ist ein Kraftakt für alle Beteiligten. Sie setzen auf Solidarität und Unterstützung von Bürgerschaft, Kaufleuten und Horeca-Sektor für den gefundenen Kompromiss. Das Solidarpaket „#Eupenhältzusammen“ ist damit noch nicht fertig. In der Pipeline sind weitere Maßnahmen, wie ein gezieltes Investitionsprogramm für den Einzelhandel und den Horeca-Sektor Die Stadt bereitet ein Gutschein-Angebot vor, das den Absatz fördern soll. Auch möchten die Initiatoren die Zusammenarbeit mit Kulturtreibenden ausweiten.

Bereits seit Wochen im Angebot von „#Eupenhältzusammen“ sind Marketingmaßnahmen, welche eine gemeinsame Identität in Eupen stärken sollen. Und ebenfalls im Sinne dieses „Wir-Gefühls“ wird ein „Back-to-Work-Kit“ an Gewerbetreibende aller Art verteilt.