N-POWER: Gemeinsam stark im Viertel

Das Projekt N-Power ("Neighbourhood Empowerment") ist offiziell im Rahmen des INTERREG VA Euroregio Maas-Rhein (EMR) Programm gestartet. In Eupen konzentrieren sich die Projektaktivitäten auf das Bergviertel.

Hintergrund und Ziel

Das N-POWER-Projekt zielt darauf ab, eine innovativere Politik zur „Nachbarschaftsentwicklung“ zu unterstützen, die es den Städten der EMR ermöglichen soll, benachteiligte Viertel und ihre Bevölkerung in eine positive städtische Dynamik zu integrieren. Diese Politik (oft unter dem Titel „Stadtpolitik“ zusammengefasst) konzentriert sich traditionell auf die teure bauliche Sanierung von Stadtvierteln, die auf lange Sicht nicht immer effektiv ist.
Das N-POWER-Projekt wird leichtere komplementäre Ansätze anbieten, die gemeinsam mit den Bewohnern dieser Viertel erarbeitet und verwaltet werden. Ziel ist es, nicht nur dazu beizutragen, die Ungleichheiten zwischen den Stadtteilen zu verringern, sondern auch durch die Schaffung neuer lokaler Aktivitäten und Arbeitsplätze die soziale Entwicklung von Stadtvierteln zu beleben.

Projektpartner

N-POWER stützt sich auf eine Partnerschaft aus allen Regionen der EMR, an der lokale Behörden und Schlüsselakteure in Forschung und Lehre beteiligt sind.
Koordinator des Projektes ist das LEMA (Local Environment Management and Analysis) Institut, das mit der Forschungseinheit für Stadt- und Umwelttechnik (UEE) der Universität Lüttich verknüpft ist. Die Städte Lüttich, Seraing, Verviers, Eupen, Genk, Heerlen und Aachen sind die operativen lokalen Partner, die die Durchführung von Pilotprojekten ermöglichen. Die Universität Hasselt und die Hogeschool Zuyd sind weitere akademische Partner.

Projektprogramm

Konkret geplante Maßnahmen:
1. die Organisation eines Fortbildungsprogramms für Vertreter öffentlicher Einrichtungen und Verwaltungen und die progressive Entwicklung eines „Ausbildungspakets“ mit Anleitung, Online-Kursen …, das jedem Interessierten zur Verfügung gestellt wird;
2. die Umsetzung sogenannter Empowerment-Methoden durch die Organisation von Pilotprojekten in den Stadtvierteln, die von den Partnerstädten ausgewählt wurden;
3. die Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zur Unterstützung von solchen Projekten.

Projektlaufzeit und -budget

Das Projekt hat im Juni 2018 begonnen und wird drei Jahre andauern. Eine Großveranstaltung wird das Projekt abschließen.

Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 3.996.147,04 EUR und wird aus dem Programm INTERREG VA finanziert, zu fast 50 % durch Mittel des EFRE (Europäischer Fonds für wirtschaftliche und territoriale Entwicklung) und im Übrigen von den Partnerregionen Wallonien, den belgischen und niederländischen Provinzen Limburg und dem Land Nordrhein-Westfalen sowie durch die Städtepartner selbst.

Benjamin Fleig
Viertel- und Projektmanager
INTERREG-Projekt N-POWER
Tel.: +32 (0) 470 98 11 84