N-POWER: Nachbarschaf(f)t Bergviertel

Das Projekt N-Power ("Neighbourhood Empowerment") ist im September 2018 offiziell im Rahmen des INTERREG VA Euroregio Maas-Rhein (EMR) Programms gestartet. In Eupen konzentrieren sich die Projektaktivitäten auf das Bergviertel. Hier erfahren Sie mehr über die Hintergründe zum Projekt und bekommen Einblicke in aktuelle Aktivitäten.

Umgestaltung des Park Loten beginnt!

Es geht los: Die Arbeiten zur Umgestaltung des Park Loten haben begonnen!

Nach der vorangegangenen Planungs-Phase, bei der drei Workshops mit der Viertel-Nachbarschaft und einem Landschaftsplaner stattfanden, ist es nun endlich soweit: die Baufirma rückt an!

Die Umgestaltung konzentriert sich maßgeblich auf den mittleren Parkbereich „unter der Luft“. Es entstehen hier nach den Ideen der Viertelbewohner insgesamt vier verschiedene Park-Areale: „Natur & Entspannung“, „Sport & Spiel“. „Kinder“ und „Veranstaltung“.

Den größten landschaftlichen Eingriff wird hierbei die Anhäufung zweier großer, geschwungener  Erdwälle darstellen, die zum einen den neuen Fußballplatz eingrenzen und gleichzeitig den Platz als Veranstaltungsort vielseitig nutzbar machen.

Im Einzelnen umfassen die Arbeiten:

  • Vergrößerung des Basketballplatzes
  • Entstehung eines Fußballplatzes mit Mini-Toren, der ebenso als Veranstaltungsort genutzt werden kann.
  • Anlegung  einer Ruhe- und Entspannungszone auf der Obstbaumwiese
  • Errichtung einer Grillstation
  • Ausstattung mit Natur-Parkbänken
  • Installation einer Wegbeleuchtung
  • Installation eines Stromkastens
  • Installation eines Wasseranschlusses

und noch einiges mehr, wie eine  Picknick-Ecke und neue Grünstreifen.

Für all dies muss viel Erdreich bewegt und auch der Weg am Parking neu angelegt und umgeleitet werden.

Wir hoffen auf eine zügige Bauausführung, damit der Park Loten schnell wieder für alle nutzbar ist.

Der Park bleibt der Öffentlichkeit während der Umgestaltung zugänglich. Die jeweiligen Arbeitsbereiche werden in Etappen abgegrenzt und gesichert sein.

Ideenbörse im Park Loten

Miteinander und voneinander lernen: Austausch bei Partnertreffen in Eupen und Heerlen

Hintergrund und Ziel des INTERRREG-Projektes

Das N-POWER-Projekt zielt darauf ab, innovativere „Nachbarschaftsentwicklungspolitiken“ zu unterstützen, die es den Städten der EMR ermöglichen, problembehaftete Stadtteile und ihre Bevölkerung wieder in eine positive städtische Dynamik einzubinden. Diese Politiken (die oft unter dem Begriff „Stadtpolitik“ zusammengefasst werden) konzentrieren sich traditionell auf die aufwändige und teure physische Renovierung von Stadtvierteln, die nicht immer langfristig wirksam ist. Darüber hinaus sind die für diese Art von Maßnahmen zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel begrenzt. Das N-POWER-Projekt wird leichtere und komplementäre Ansätze anbieten, die gemeinsam mit den Bewohnern dieser Stadtteile verwaltet werden (Empowerment-Ansatz). Ziel ist es nicht nur, die ökologischen Ungleichheiten zwischen den Stadtvierteln zu verringern, sondern auch zu ihrer wirtschaftlichen Wiederbelebung durch die Schaffung neuer lokaler Aktivitäten und Arbeitsplätze sowie zur sozialen Entwicklung der Stadtviertel beizutragen (durch Effekte in Bezug auf Lernen, soziale Integration, sozialen Zusammenhalt und kollektive Organisierungsfähigkeit).

In Eupen konzentriert sich das Projekt auf das Bergviertel mit dem Park Loten im Zentrum.

Projektpartner

Zu diesem Zweck stützt sich N-POWER auf eine Partnerschaft aus allen Regionen der EMR, an der lokale Behörden (Haupt- und Nebenstädte der EMR) und wichtige Akteure in Forschung und Lehre beteiligt sind. LEMA (Local Environment Management and Analysis), das mit der Forschungseinheit Urban & Environmental Engineering (UEE) der Universität Lüttich verbunden ist, ist der Koordinator des Projekts. Die Städte Lüttich, Seraing (Stadtverwaltung und AREBS), Verviers, Eupen, Genk (Belgien), Heerlen (Niederlande) und Aachen (Deutschland) sind die operativen lokalen Partner und ermöglichen die Durchführung von Pilotprojekten. Die Universität Hasselt und die Hogeschool Zuyd dienen als akademische Unterstützung. Zwei soziale Organisationen: RISO Vlaams-Brabant und RIMO Limburg schließen sich ebenfalls der Partnerschaft an. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit bringt einen zusätzlichen Nutzen für die Entwicklung der Projekte und Aktionen mit sich.

Projektprogramm

Konkret geplante Maßnahmen:
1. die Organisation eines Fortbildungsprogramms für Vertreter öffentlicher Einrichtungen und Verwaltungen und die progressive Entwicklung eines „Ausbildungspakets“ mit Anleitung, Online-Kursen …, das jedem Interessierten zur Verfügung gestellt wird;
2. die Umsetzung sogenannter Empowerment-Methoden durch die Organisation von Pilotprojekten in den Stadtvierteln, die von den Partnerstädten ausgewählt wurden;
3. die Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zur Unterstützung von solchen Projekten.

Projektlaufzeit und -budget

Das Projekt hat im Juni 2018 begonnen und wird drei Jahre andauern. Eine Großveranstaltung wird das Projekt abschließen.

Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 3.996.147,04 EUR und wird aus dem Programm INTERREG VA finanziert, zu fast 50 % durch Mittel des EFRE (Europäischer Fonds für wirtschaftliche und territoriale Entwicklung) und im Übrigen von den Partnerregionen Wallonien, den belgischen und niederländischen Provinzen Limburg und dem Land Nordrhein-Westfalen sowie durch die Städtepartner selbst.

Benjamin Fleig
Viertel- und Projektmanager
INTERREG-Projekt N-POWER
Tel.: +32 (0) 470 98 11 84