Kostenlose Blumensaat für Ihren Garten
Unter dem Motto „Mehr Blumen. Mehr Bienen. Mehr Zukunft.“ setzt die Stadt Eupen seit vielen Jahren auf Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Vielfalt. Im gesamten Stadtgebiet entstehen farbenfrohe Blumenwiesen, die bestäubenden Insekten wie Bienen und Schmetterlingen wertvolle Nahrung bieten und somit einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen und gesunden Umwelt leisten.
Machen auch Sie aktiv mit und verwandeln Sie ein Stück Ihres Gartens in eine blühende Oase! Die Stadt stellt Ihnen kostenlos hochwertiges Saatgut zur Verfügung, solange der Vorrat reicht. Die Saatmischung aus 100 % Gartenblumen war bereits im vergangenen Jahr im Friedenspark und an der Bahnunterführung Aachener Straße zu sehen.

So funktioniert die Teilnahme:
- Lesen Sie die untenstehenden Informationen durch.
- Schreiben Sie eine E-Mail an umwelt@eupen.be.
- Geben Sie hierbei die geplante Flächengröße an (mindestens 5 m², maximal 50 m²).
- Senden Sie ein Foto der Fläche vor der Aussaat mit und später ein Bild der blühenden Blumenwiese.
- Sie erhalten eine Rückmeldung mit Infos zur Abholung des für Sie passend abgefüllten Saatgutes.
Infos zur Saatmischung
- 100 % einjährige Gartenblumen
- Durchschnittliche Wuchshöhe: ca. 100 cm
- Blühzeitraum: Juni bis Oktober (bei Aussaat im April)
Die Mischung sorgt für eine langanhaltende Blüte und unterstützt eine Vielzahl von Insektenarten.
So gelingt die Vorbereitung
Wählen Sie einen sonnigen Standort für Ihre Blumenwiese aus. Denken Sie dabei daran, dass die Blumen später im Durchschnitt eine Höhe von etwa einem Meter erreichen werden.
Einer der Schlüssel zum Erfolg Ihrer Blumenwiese ist die Begrenzung des Unkrautwachstums. Dabei ist das Anlegen einer Blumenwiese in einem bewuchsfreien Beet leichter als das Umwandeln einer Rasenfläche. Entfernen Sie hierfür die Grasnarbe durch Umgraben oder Fräsen. Wir empfehlen im Anschluss eine „Scheinaussaat“: Lassen Sie nach einer ersten Bodenbearbeitung das Unkraut wachsen und entfernen Sie es dann. Je nach Unkrautbefall wiederholen Sie diesen Vorgang nochmals.
Bei sehr nährstoffreichen Böden kann zusätzlich Sand in die oberste Bodenschicht eingearbeitet werden, um den Boden etwas abzumagern.
Aussaat im Frühjahr
Die Aussaat erfolgt idealerweise von April bis Anfang Mai. Harken Sie die bewuchsfreie Fläche zunächst, sodass eine feinkrümelige Bodenoberfläche entsteht.
Die empfohlene Aussaatdichte liegt bei 2–5 g/m². Für eine gleichmäßige Verteilung kann das Saatgut mit etwas Sand gemischt werden. Sollte Saatgut übrig bleiben, können Sie es zur Nachsaat im Folgejahr nutzen.
Die Samen werden breitwürfig an der Oberfläche ausgesät und nicht eingearbeitet. Drücken Sie anschließend die Saat mit einer Walze, einem Brett oder der flachen Rückseite einer Schaufel fest an und wässern Sie die Fläche abschließend.
Pflege
Bei längeren Trockenperioden nach der Aussaat kann gelegentliches Wässern die Keimung fördern. Die ersten Blumen erscheinen meist nach etwa 6–8 Wochen.
Falls die Fläche 1–2 Monate nach der Aussaat stark von Unkraut überwuchert ist, sollte sie vollständig gemäht und das Schnittgut entfernt werden.
Mahd
Die Mahd sollte nach der Blüte im Oktober erfolgen, damit die Pflanzen Samen bilden können. Lassen Sie das Mahdgut einige Tage liegen, damit Samen herausfallen, entfernen Sie es jedoch anschließend. So wird der Boden abgemagert und es werden gute Bedingungen für eine Nachsaat im Folgejahr geschaffen.
Optional können Sie die Fläche zweimal pro Jahr mähen. Dazu erfolgt ein erster Schnitt Anfang Juli, wenn die Wiese in voller Blüte steht. Das Schnittgut wird entfernt, damit nachwachsende Pflanzen nicht ersticken. Diese frühe Mahd kann verhindern, dass sich die schnellsten Arten durchsetzen, die Artenvielfalt fördern und die Blüte im Herbst verlängern.
Video-Anleitung
Eine anschauliche Anleitung zum Anlegen einer Blumenwiese bietet ADALIA hier.
Gemeinsam für mehr Artenvielfalt
Mit jeder neu angelegten Blumenfläche wächst das Netzwerk an Lebensräumen für bestäubende Insekten im gesamten Stadtgebiet. Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen Beitrag zu einer lebendigen, artenreichen Umwelt.