Die Halle des König-Baudouin-Stadions ist offiziell eingeweiht
Am Freitag, 27.03. kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport, Militär, Gesellschaft sowie beteiligten Unternehmen zusammen, um die Halle der AGR Tilia offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben.
An einem Strang gezogen
Bürgermeister Thomas Lennertz begrüßte die anwesenden Gäste und dankte allen, die zur Entwicklung und Realisierung des Projektes beigetragen haben. Insbesondere erwähnte er Nathalie Beerden, die als Oberstleutnant der IRMEP federführend an der Projektentwicklung beteiligt gewesen war, den verstorbenen ehemaligen Sportschöffen Werner Baumgarten, der das Projekt mit viel Herzblut vorangetrieben hatte, sowie die ehemalige Sportschöffin Alexandra Barth-Vandenhirtz, die das Projekt mit viel Engagement weiter gestaltet hatte.
DG-Sportminister Gregor Freches beschrieb die neue Halle als „Ort der Begegnung, der Bewegung und des Miteinanders“. Die Halle verdeutliche, was möglich ist, wenn viele gemeinsam auf etwas hinarbeiten. Auch sei sie ein weiteres Zeichen des Wiederaufbaus der Unterstadt, in den die Deutschsprachige Gemeinschaft mit großer Überzeugung investiert hat.
Beste Trainingsmöglichkeiten
Die neue Infrastruktur bietet nun besonders den Vereinen beste Trainingsmöglichkeiten, die vor der Flut in der Hillstraße beheimatet waren. Aufgrund der großen Hochwasserschäden musste die dortige Halle abgerissen werden. Auch LOS, der Leitverband des Ostbelgischen Sportes, hat seine neuen Büros im ersten Stock des Gebäudes bereits bezogen.
Mit der neuen Halle sei ein Ort entstanden, an dem Talente gefördert werden, ein Ort des Wachstums – manchmal auch der Rückschläge – sowie ein Ort der Inspiration, erklärte Sportschöffe Joseph Thaeter in seinem Redebeitrag. Besonders erinnerte er an die Werte Fairness, Respekt und Durchhaltevermögen, die der Sport verkörpert. „Sport verbindet und die Halle gehört allen“, so seine abschießenden Worte.
Neue Heimat für Vereine
Seit Anfang 2026 ist die neue Halle auf Schönefeld in Betrieb und wird rege genutzt. Der Eupener Sportbund koordiniert die Belegung. ESB-Präsident Robby Langer erinnerte an die für die Vereine herausfordernde Zeit nach dem Hochwasser, umso mehr freute er sich über die neue Infrastruktur. Auch dankte er der IRMEP für die vorübergehende Zurverfügungstellung ihrer Halle nach der Flut. Der Eupener Sportbund zählt aktuell 57 Vereine und rund 6.000 Mitglieder.
Im Anschluss an die Reden führte Sportschöffe Joseph Thaeter durch die Halle, zu den Technikräumen, den Räumlichkeiten von LOS, dem behindertengerechten Umkleidebereich, den Schiedsrichterkabinen sowie zur Trainingshalle.
Energieoptimiert
Bei der Planung der Halle wurden in puncto Energieoptimierung alle Register gezogen. Die Halle ist nicht nur energieautark, sondern Dreiviertel ihrer Energieproduktion fließt darüber hinaus in die noch zu gründende Energiegemeinschaft. Dafür sorgen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 160 kWp, Solar- und Geo-Thermie sowie eine Wärmepumpe. Zwei große Regenwasserzisternen reduzieren den Wasserverbrauch.
Neueste Standards
Die Halle selbst ist mithilfe von Trennwänden modular nutzbar, verfügt über Prallschutz an den Wänden, Fußbodenheizung und Bodenmarkierungen, die auf die Nutzung für Rhönräder, Handball, Basketball, Volleyball und Badminton ausgerichtet sind.
Das Projekt konnte mit Hilfe von Fördermitteln der Wallonischen Region sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft realisiert werden. Geplant wurde die Halle durch das Architekturbüro Synergy Architecture. In unmittelbarer Nähe entsteht ein Leichtathletikstadion mit einer Acht-Bahnen-Piste.