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11. September 2026

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Brunnen im Temsepark

Nach Abschluss der Planungs- und Ausschreibungsphase ist der Startschuss für die Arbeiten gefallen! Es entsteht ein neuer Begegnungsort mit einem zentralen Baum, Wasserfontänen, einer Hügellandschaft und Sitzgelegenheiten.

Das Hochwasser von Juli 2021 hatte den Brunnen stark beschädigt. Mit seiner Neugestaltung geht eines der letzten Wiederaufbauprojekte in Eupen in die Umsetzung.

Tradition & Neues

Den Planungen ist eine historische Recherchearbeit vorangegangen: Nachdem eine große Halle der Tuchproduktion dem Temsepark gewichen war, stand eine riesige Blutbuche mit Sitzbank im Bereich des jetzigen Brunnens. In den 60er Jahren wurde der heutige Brunnen gebaut. Die Neugestaltung greift beide Elemente wieder auf.

Die künftige Anlage mit bepflanzten Hügeln und sechs Wasserfontänen entfaltet sich in Form eines Amphitheaters rund um einen großen, zentralen Baum. Zwei barrierefreie Wege in Natursteinpflaster führen zum Wasserspiel. Bänke laden zum Verweilen ein. Es entsteht ein neuer Begegnungsort in der Tradition des Platzes.

Hügellandschaft

Die kreisförmige Hügellandschaft schafft sowohl eine akustische als auch eine ästhetische Abtrennung von dem viel befahrenen Kreisverkehr. Park und Pavillon bleiben von der Straße aus jedoch gut sichtbar.

Die Bepflanzung der Hügel mit Vennpflanzen erinnert an die geographische Lage der Unterstadt als Tor zum Venn.

Mit dem Bestand arbeiten

Mit dem Bestand arbeiten lautet die Devise zur neuen Gestaltung. Dies ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch kostenschonender. Durch diesen Ansatz fallen keine größeren Abrissarbeiten an und das bestehende Material wird wiederverwendet. Auch der äußere Weg um die Anlage bleibt erhalten.

Bürgerbeteiligung

Die VoG Die Unterstadt – ein starkes Viertel, die Temsepark und Pavillon häufig nutzt, hat die Interessen der Unterstädterinnen und Unterstädter aktiv in die verschiedenen Projektphasen eingebracht.

Zeitplan

In einem ersten Schritt baut der städtische Bauhof den bestehenden Brunnen zurück. Auch die Kupferfiguren wurden dazu vorübergehend abgebaut.

Die eigentlichen Bauarbeiten sollen im Laufe des Herbsts beginnen, sodass im Frühjahr 2027 gepflanzt und eingesät werden kann. Wenn alles nach Zeitplan läuft und das Wetter mitspielt, kann man den neu geschaffenen Begegnungsort bereits ab dem Sommer 2027 genießen.

Projektautoren: Borch Architekten, Caroline Keusch (Landschaftsarchitektin)

Ausführendes Unternehmen: Ganser

Archivbilder: Kgl. Eupener Geschichts- und Museumsverein