„Beedabei – Miteinander als Ziel“ auf dem Werthplatz
Am Mittwoch, 3. Juni 2026, wurde der Werthplatz zum Schauplatz eines besonderen europäischen Naturkunstprojekts: „Beedabei – Miteinander als Ziel“. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten, wie aus 211 bepflanzten Blumenkästen ein rund 22 Meter großes Kunstwerk des Künstlerpaares Peter H. Kalb und Gisela M. Bartulec entstand.
Gemeinschaftliches Engagement im Mittelpunkt
Beim Aufbau des Kunstwerks wirkten auch Schülerinnen und Schüler der Städtischen Grundschule Oberstadt mit. Sie trugen dazu bei, dass aus vielen einzelnen Beiträgen ein gemeinsames Gesamtbild entstand.
In ihren Ansprachen betonten die Rednerinnen und Redner die besondere Idee hinter dem Projekt. Kulturminister Gregor Freches hob hervor, dass hier nicht ein fertiges Kunstwerk im Mittelpunkt stehe, sondern der gemeinsame Prozess: Viele kleine Beiträge würden zu etwas Größerem zusammenwachsen und sichtbar machen, was gemeinschaftliches Handeln bewirken kann. Gerade in einer Grenzregion wie Ostbelgien sei dieses Miteinander gelebter Alltag.
Zeichen für Natur und Zusammenarbeit
Auch Umweltschöffin Caroline Völl unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Stadt Eupen. Der Schutz von Bienen und bestäubenden Insekten spiele seit Jahren eine wichtige Rolle in der kommunalen Umweltpolitik. „Beedabei“ greife diesen Ansatz auf und mache ihn für alle sichtbar und erlebbar.
Die Stiftung Verbundenheit stellte den europäischen Gedanken des Projekts in den Vordergrund und betonte die verbindende Kraft solcher Initiativen. Besonders hervorgehoben wurde, dass das Projekt in Eupen unter der Hohen Schirmherrschaft Seiner Majestät des Königs stand.
Ein Kunstwerk auf Zeit
Das fertiggestellte Kunstwerk konnte nur für kurze Zeit in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Anschließend begann die Auflösung: Die Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, die bepflanzten Blumenkästen kostenfrei mitzunehmen. So verteilte sich das Kunstwerk über das gesamte Stadtgebiet.
Nachhaltige Wirkung über den Tag hinaus
Die Blumenkästen finden nun ihren Platz auf Balkonen, Terrassen und in Gärten und schaffen dort neue Nahrungsoasen für Bienen und andere bestäubende Insekten. Damit bleibt das Projekt über den Veranstaltungstag hinaus sichtbar und wirksam.
Die Aktion zeigte eindrucksvoll, wie Kunst, Umweltbewusstsein und gemeinschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können.