Städtische Spielplätze

Fokus auf Qualität und Zugänglichkeit

Langfristige Antworten auf den wachsenden Unterhalts- und Sanierungsbedarf der städtischen Spielplätze, die Sicherung ihrer Finanzierung sowie der kreative und inklusive Ausbau der großen Plätze – darum geht es bei dem neuen Spielplatzkonzept.

Spiel- und Aktivplätze auf dem Stadtgebiet sind wichtige Orte für Bewegung, Begegnung und Freizeit. Sie sollen Jung und Alt gleichermaßen Spaß bereiten. Damit sie diesen Anspruch langfristig erfüllen, wurde auf Initiative der zuständigen Schöffin eine umfassende Strategie erarbeitet, die im weiteren Verlauf regelmäßig evaluiert wird.

Bestandsaufnahme

Zunächst wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt: Lage, Größe, Zustand, Ausstattung, Nutzerfreundlichkeit und tatsächliche Nutzung der 23 städtischen Spielplätze wurden detailliert erfasst.

Die Analyse zeigt auf, welche Spielplätze sanierungsbedürftig sind, ob sie stark oder kaum genutzt werden, wie gut sie zugänglich sind und wie sich die Verteilung der großen, mittleren und kleinen Spielplätze auf dem Stadtgebiet darstellt.

Gute Erreichbarkeit und Vielfalt

Alle Bürgerinnen und Bürger sollen einen der großen, gut ausgestatteten Spielplätze gut erreichen können. Daneben vervollständigen die mittleren und kleinen Plätze das Angebot in den Vierteln und zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus.  

So richtet sich der Spielplatz in der Bergkapellstraße beispielsweise an sehr kleine Kinder, der Spielplatz Am Bennet zeichnet sich durch seine gute Lage aus, der Spielplatz Am Clown bietet Kindern im Stadtzentrum Abwechslung und die Anlage in der Gülcherstraße ist ein gut ausgestatteter Spielplatz mittlerer Größe.

Neben der Vielfalt spielt auch die Verteilung der kleineren Plätze eine wichtige Rolle. In dicht besiedelten Stadtteilen ist der Bedarf an Spielplätzen größer. Hier soll eine dichtere Verteilung Familien ohne eigenen Garten ausreichend Spielmöglichkeiten bieten.

Qualität vor Quantität

Der Unterhalt, die Instandsetzung und die Modernisierung von Spielplätzen erfordern regelmäßige Investitionen sowie einen hohen Personaleinsatz durch den Bauhof. Diese Mittel sollen gezielt eingesetzt werden.

Die großen Spielplätze werden schrittweise aufgewertet, während die mittleren und kleinen Anlagen gut unterhalten werden. Kaum genutzte oder schwer zugängliche Spielplätze, die stark sanierungsbedürftig sind und bei denen es bessere Alternativen in der näheren Umgebung gibt, werden aus Budgetgründen sukzessive zurückgebaut.

Dies betrifft im Frühjahr die kaum genutzten Spielgeräte in der Gospertstraße und den Spielplatz im Scheidweg, der nur schwer zugänglich ist. Von der Gospertstraße erreicht man den Wasserspielplatz auf der Klötzerbahn innerhalb weniger Gehminuten. Vom Scheidweg gelangt man bequem über die Promenade zum Spielplatz Am Bennet.

Begegnungsorte für Jung und Alt

Durch die Aufwertung der großen und stark besuchten Spielplätze sollen kreative, moderne, generationenübergreifende und inklusive Angebote entstehen. Bei der Aufwertung setzt die Stadt auf langlebige und robuste Materialien. Grünflächen und Baumpflanzungen machen die Anlagen klimaresilient.

Der Schwerpunkt liegt auf vier zentralen Anlagen: Im Winkel (Kettenis), Klinkeshöfchen, Temsepark und Ostpark. Der Spielplatz in Kettenis wird in diesem Frühjahr durch ein Kleinkindmodul, Kleinkindschaukeln und eine Netzschaukel für alle Generationen ergänzt. Für den Spielplatz Klinkeshöfchen haben die Planungen durch die zuständige Schöffin und den Technischen Dienst bereits begonnen. Im Temsepark wird der Brunnen erneuert und das Umfeld neugestaltet. Der Spielplatz Ostpark soll in den nächsten Jahren in Angriff genommen werden.

Mit gebündelten Kräften

Die Weiterentwicklung der Spielplätze setzt auf Bürgerbeteiligung: Viertelkomitees, Arbeitsgruppen und Serviceclubs sollen aktiv eingebunden werden. So können organisatorische und finanzielle Ressourcen gebündelt werden und die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen in den Spielplatzbetrieb einfließen.

In Kettenis ist die Dorfgruppe Kettenis eng in den Betrieb des Spielplatzes Im Winkel eingebunden und die VoG „Unterstadt – ein starkes Viertel“ engagiert sich im Temsepark.

Sie möchten einen Spielplatz als Viertelinitiative oder Arbeitsgruppe unterstützen – vielleicht sogar mit konkreten Ideen und Aktionen? Dann wenden Sie sich gerne an bauhof@eupen.be.

Regelmäßige Wartung für langfristige Sicherheit

Die jährliche Sicherheitsprüfung der Spielplätze im Oktober spielt eine zentrale Rolle bei der Qualitätssicherung: Zusammen mit dem Bauhof kontrolliert der städtische Gefahrenverhütungsbeauftragte alle Spielgeräte und deren Zustand.  

In den Wintermonaten werden dann die nötigen Reparaturen in der Werkstatt des Bauhofs durchgeführt. Hinweisschilder informieren vor Ort über die Wartung des abgebauten Spielgerätes. 

Auch die Grünflächen werden fortlaufend durch den Bauhof unterhalten, Bepflanzungen werden zurückgeschnitten, Graffitis entfernt und Grünspan beseitigt.

Schäden per QR-Code melden

Ein weiterer Baustein des Spielplatz-Konzeptes ist das neue QR-Code-System. Auf jedem Spielplatzschild ist ein QR-Code angebracht, der zu einem Online-Formular führt. So können Schäden schnell und unkompliziert gemeldet werden und der Bauhof kann die nötigen Reparaturen in die Wege leiten.