Drucken

16. August 2026

Zum Newsarchiv

Brand im Hohen Venn

Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Vennbrand.

Die offiziellen Informationen zur aktuellen Lage werden durch den Gouverneur der Provinz Lüttich veröffentlicht: https://gouverneur.provincedeliege.be/fr/node/7923

Hier finden Sie den aktuellen Lagebericht sowie wichtige Empfehlungen für die Bevölkerung: Brand im Hohen Venn: Lagebericht und Empfehlungen

Versorgung der Einsatzkräfte mit Lebensmitteln

Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Speisen und Getränken wird von der Provinz koordiniert.

Die Informationsnummer 1771 nimmt alle Hilfsangebote entgegen und koordiniert diese entsprechend dem Bedarf vor Ort.

Wir danken allen, die Ihre Solidarität bekunden.

𝗦𝗰𝗵𝘂̈𝘁𝘇𝗲𝗻 𝗦𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗲𝗶 𝗥𝗮𝘂𝗰𝗵

Seit Ausbruch des Feuers hat der Wind häufig die Richtung gewechselt. Rauchwolken ziehen über unterschiedliche Gemeinden und beeinträchtigen die Luftqualität. Stickiger Qualm erschwert das Atmen und kann belastend sein.

𝙒𝙚𝙣𝙣 𝙎𝙞𝙚 𝙫𝙤𝙣 𝙍𝙖𝙪𝙘𝙝 𝙗𝙚𝙩𝙧𝙤𝙛𝙛𝙚𝙣 𝙨𝙞𝙣𝙙:

  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen.
  • Meiden Sie Aufenthalte im Freien, insbesondere Sport und körperliche Anstrengungen.
  • Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen aus oder stellen Sie sie auf Umluftbetrieb.

Hier finden Sie einen Überblick zur Feinstaubbelastung: https://tinyurl.com/2j35y87p

𝗛𝗶𝗹𝗳𝘀𝗮𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝘁𝗲 𝗯𝗶𝘁𝘁𝗲 𝗡𝗨𝗥 𝘂̈𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗼𝗳𝗳𝗶𝘇𝗶𝗲𝗹𝗹 𝗸𝗼𝗼𝗿𝗱𝗶𝗻𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻

Sehr viele Menschen möchten helfen. Die große Solidarität in der Bevölkerung ist beeindruckend. Ein großes Dankeschön an alle, die unterstützen möchten.

Für Hilfsangebote wurde ein spezielles Formular eingerichtet: https://aidefagnes.be/de

Bitte begeben Sie sich 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲𝘀𝗳𝗮𝗹𝗹𝘀 𝘀𝗽𝗼𝗻𝘁𝗮𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘂𝗻𝗮𝘂𝗳𝗴𝗲𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁 ins Hohe Venn, um zu unterstützen.

Zufahrtswege müssen jederzeit frei bleiben und die Arbeit der Einsatzkräfte darf nicht beeinträchtigt werden.

𝗔𝗻 𝗮𝗹𝗹𝗲 𝗟𝗮𝗻𝗱𝘄𝗶𝗿𝘁𝗲: Bitte fahren auch Sie nicht eigenständig zu den Einsatzstellen.

Lassen Sie den Einsatzkräften den nötigen Raum, damit Sie Ihre Arbeit ungehindert fortführen können. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

15.8.2026, 11:50 Uhr, Mitteilung des Gouverneurs der Provinz Lüttich.

Brand im Hohen Venn – Information für die Bevölkerung

Die Notrufnummer 112 teilt uns mit, dass derzeit viele Bürgerinnen und Bürger anrufen, die ihre Hilfe anbieten möchten: in Form von Verpflegung, Unterstützung vor Ort usw.

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die sich engagieren und ihre Solidarität bekunden.

Wir weisen jedoch darauf hin, dass die 112 eine Notrufnummer ist und ausschließlich für Situationen reserviert bleiben muss, die ein dringendes Eingreifen erfordern. Bitte nutzen Sie diese Nummer NICHT um spontane Hilfe anzubieten.

Sollte in den nächsten Stunden ein spezifischer Bedarf entstehen, werden wir informieren, wie und auf welche Weise Sie unterstützen können.

Vielen Dank an alle für Ihr Verständnis, Ihre Solidarität und Ihre Mitarbeit.

15.8.2026 um 7 Uhr, Mitteilung des Gouverneurs der Provinz Lüttich.

Neuer Lagebericht – Brand im Hohen Venn

Die Löscharbeiten vor Ort werden mit Hochdruck fortgesetzt.

Bislang sind nahezu 850 Hektar von dem Brand betroffen. Die Hilfeleistungszonen anderer Provinzen sowie aus Deutschland unterstützen die bereits eingesetzten Kräfte weiterhin bei der Bekämpfung des Feuers.

Die Bevölkerung und die Besucher werden ausdrücklich daran erinnert, das betroffene Gebiet zu meiden und sich bis auf Weiteres nicht dorthin zu begeben.

Die N68 sowie mehrere andere Straßen bleiben derzeit für den Verkehr gesperrt. Bitte beachten Sie die eingerichteten Umleitungen und folgen Sie den Anweisungen der Polizeikräfte vor Ort.

Das Betreten der Parkplätze an der Gileppe- sowie der Wesertalsperre ist strengstens untersagt.

Wer sich durch Rauch oder Brandgeruch beeinträchtigt fühlt, sollte Türen und Fenster geschlossen halten.

17.08.2026 um 9 Uhr, Pressemitteilung der amtierenden Gouverneurin

Der Kampf gegen den Brand im Hohen Venn wird an diesem Montagmorgen fortgesetzt. Die Löscharbeiten am Boden wurden während der gesamten Nacht ohne Unterbrechung fortgeführt. Die Einsatzkräfte am Boden sind weiterhin überall dort im Einsatz, wo das Gelände dies zulässt.

Dabei werden sie kontinuierlich von Landwirten unterstützt, die insbesondere bei der Wasserversorgung für die Löscharbeiten helfen.

Verstärkte Unterstützung aus der Luft
Im Laufe des Tages werden umfangreiche Luftunterstützungskräfte die am Boden eingesetzten Teams verstärken. Vorgesehen sind insbesondere 2 Hubschrauber der Föderalen Polizei, 1 niederländischer Hubschrauber, 2 deutsche Hubschrauber, 2 norwegische Hubschrauber sowie 2 schwedische Flugzeuge.

Diese Luftunterstützung ist insbesondere an der Ostflanke des Brandes von großer Bedeutung, da die Beschaffenheit des Geländes dort einen Einsatz der Teams am Boden nicht zulässt.

Der Einsatz der Luftfahrzeuge bleibt jedoch von den Wetterbedingungen abhängig. Wir hoffen, dass diese es ermöglichen werden, die Luftfahrzeuge im Laufe des Tages umfassend einzusetzen.

Begrenzte Ausbreitung während der Nacht
Derzeit ist das Feuer in den Bereichen unter Kontrolle, in denen die Rettungs- und Einsatzkräfte tätig werden können, insbesondere hinsichtlich seiner Ausbreitung in Richtung Südosten.

Während der Nacht breitete sich der Brand jedoch in einem Gebiet weiter aus, das für die Einsatzkräfte zu Fuß nicht zugänglich ist. Diese Ausbreitung blieb dank günstigerer Windverhältnisse und der gegen Ende der Nacht einsetzenden Niederschläge begrenzt.

Die Einsatzkräfte bleiben weiterhin vollständig mobilisiert und werden ihre Maßnahmen laufend an die Entwicklung des Brandes und die Wetterbedingungen anpassen.

Evakuierungen bleiben bestehen
Die Bewohnerinnen und Bewohner der evakuierten Ortschaften können weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen die Bedingungen eine sichere Rückkehr noch nicht zu.

Das im Sportzentrum von Malmedy eingerichtete Aufnahmezentrum bleibt geöffnet, um evakuierte Personen, die Unterstützung benötigen, aufzunehmen und zu betreuen.

Die Behörden sind sich der erheblichen Belastungen bewusst, die mit der Verlängerung der Evakuierungen verbunden sind. Die Möglichkeit einer Rückkehr in die Wohnhäuser wird fortlaufend neu bewertet und erst dann genehmigt, wenn die Sicherheitsbedingungen dies zulassen.

Zwei Einsatzkräfte seit Beginn der Löscharbeiten leicht verletzt
Eine zweite Einsatzkraft wurde während der Arbeiten leicht verletzt. Sie erlitt eine Verstauchung am Knöchel.
Damit handelt es sich um die zweite leicht verletzte Einsatzkraft seit Beginn des Brandes. Bereits am ersten Einsatztag hatte sich eine Einsatzkraft am Rücken verletzt.

Verkehr: Mehrere Straßen gesperrt
Der Brand und die Rettungsmaßnahmen haben auch erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region. Mehrere Straßen sind derzeit gesperrt, darunter die N68, N672 und N676. Von diesen Sperrungen betroffene Lastkraftwagen werden über Deutschland umgeleitet. Darüber hinaus ist die Straße in Richtung La Gileppe gesperrt. Es wird empfohlen, auf der Autobahn bei Eupen zu bleiben.
Da sich die Situation je nach den Erfordernissen der Einsatzkräfte ändern kann, werden Verkehrsteilnehmer gebeten, das Gebiet möglichst zu meiden und sich vor jeder Fahrt bei Inforoute über die aktuellen Straßensperrungen und Umleitungen zu informieren.

Besuch des Königs
Seine Majestät der König wird am späten Vormittag im Krisenzentrum des Gouverneurs erwartet. Dort wird ihm die aktuelle Lage sowie die eingerichtete Einsatzorganisation vorgestellt. Anschließend wird sich der König vor Ort begeben, um die an der Bewältigung des Brandes beteiligten Einsatzkräfte und Verantwortlichen zu treffen.
Der Besuch wird unter Berücksichtigung der operativen und sicherheitsrelevanten Erfordernisse organisiert, damit die laufenden Einsätze nicht beeinträchtigt werden.

Wichtige Erinnerung: absolutes Drohnenverbot
Jeglicher Drohnenflug im Brandgebiet ist strengstens untersagt. Zahlreiche Luftfahrzeuge sind zur Brandbekämpfung in geringer Höhe unterwegs. Eine Drohne in ihrem Einsatzraum stellt eine erhebliche Gefahr dar und kann die Sicherheit der Besatzungen sowie der Einsatzkräfte am Boden gefährden oder sogar zur Unterbrechung der Löscharbeiten aus der Luft führen.
Die Bevölkerung wird daher dringend aufgefordert, dieses Verbot sowie sämtliche eingerichteten Sicherheitszonen unbedingt zu beachten.

Informationen für die Bevölkerung
Die Informationsnummer 1771 bleibt für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur aktuellen Situation erreichbar. In Situationen, die einen dringenden Einsatz der Rettungsdienste erfordern, ist weiterhin die 112 zu wählen.

Gouverneur Hervé Jamar, die betroffenen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Teams der Notfallplanung sowie sämtliche mobilisierten Dienste verfolgen die Lage weiterhin fortlaufend.

Weitere Lageberichte werden entsprechend der Entwicklung des Brandes veröffentlicht.