B wie Blumenwiese

Blumenwiesen sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern bieten auch zahlreichen Insekten und Tieren einen attraktiven Lebensraum! Ganz gleich ob nistenden Vögeln, bestäubenden Insekten, Fröschen oder Eidechsen, mit einer Wildblumenwiese tut man ihnen allen etwas Gutes. Insbesondere die gefährdeten Wildbienen sind auf Wildblumen angewiesen und zum Teil von nur einer einzigen Wildblumenart abhängig.

Jeder kann hier etwas tun, völlig egal ob in einem Balkonkasten, einem Vorgarten oder gar auf einer großen Rasenfläche.

Der Weg zur Blumenwiese benötigt Zeit und Geduld. Beim Anlegen einer Wildblumenwiese sollten folgende 5 Schritte berücksichtigt werden:

  1. Boden vorbereiten

Hierbei kommt es darauf an, was sich dort befindet, wo die Blumenwiese hin soll. Eine unbewachsene Fläche stellt kein Problem dar. Handelt es sich jedoch um eine Rasenfläche, muss der Rasen vollständig entfernt werden. So haben Wildblumen auch genügend Raum zum Wachsen. Zudem bevorzugen die meisten Wildblumen einen nährstoffarmen Boden. Wenn der Boden zu nährstoffreich ist, kann man den Nährstoffgehalt vor der Aussaat auch durch die Zugabe von Sand senken.

  1. Wahl der richtigen Saatmischung

Die Auswahl an Wildblumensaat ist groß. Dabei hat jede Mischung bestimmte Ansprüche an die Bodenfruchtbarkeit und erfüllt andere Kriterien der Wuchshöhe oder des Farbspektrums. Eines der wichtigsten Kriterien, welches bei der Wahl der richtigen Saatgutmischung berücksichtigt werden sollte, ist die Anzahl mehrjähriger Arten. Je höher der Anteil mehrjähriger Wildblumen, desto besser lässt sich die Wildblumenwiese auch in den nächsten Jahren zum Blühen bringen. Auch sollte im Hinblick auf die Artenvielfalt und die Blütezeiten eine Mischung aus möglichst vielen unterschiedlichen Wildblumenarten gewählt werden.

  1. Richtige Aussaat

Zum Anlegen einer Wildblumenwiese werden pro m² lediglich einige 5 bis 10 Gramm Saatgut ausgebracht. Um die Samen trotz der geringen Menge gleichmäßig über eine Fläche zu verteilen bietet es sich an, die Samen vor dem Aussäen mit Sand zu vermischen. Dank dieser Technik wird der Boden nicht nur abgemagert, sondern die Verteilung der Samen erfolgt viel gleichmäßiger. Im Anschluss sollten die Samen eingewalzt werden oder mittels eines Brettes in Bodenkontakt gedrückt werden.

  1. Gießen

Die Fläche sollte nach der Aussaat mindestens 4 bis 6 Wochen feucht gehalten werden, damit auch alle Samen die Möglichkeit zum Keimen haben.

  1. Richtige Pflege

Damit man sich auch im nächsten Jahr noch an seiner Wildblumenwiese erfreuen kann, kommt es auf die richtige Pflege an. Eine Wildblumenwiese muss nur 1-2-mal im Jahr gemäht werden und spart damit im Vergleich zu herkömmlichem Rasen eine Menge Arbeit. Allerdings gilt es auch beim Mähen einige Dinge zu beachten. Das Schnittgut sollte zunächst auf der Fläche liegen gelassen werden und austrocknen. Durch mehrfaches Wenden können die Samen der Fruchtkörper herausfallen und im nächsten Jahr erneut aufkeimen. Im Anschluss sollte das Schnittgut unbedingt entfernt werden, damit der Nährstoffgehalt im Boden niedrig bleibt. Wenn nur einmal im Jahr gemäht wird, empfiehlt es sich laut Nabu, dies im August/September nach der Blüte zu tun. Bei zweimaligem Mähen sollte dies Ende Juni und Ende September geschehen. Zum Schutz der Tiere sollte eine Fläche nicht vollständig an einem Tag gemäht werden, sondern mit einer Woche Pause in 2 Phasen. Auf diese Weise haben die Tiere ausreichend Zeit umzuziehen und die Artenvielfalt bleibt erhalten.