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Geschichte Kolpinghaus Eupen

Am 18. März 1859 wurde der Eupener Gesellenverein auf Initiative zweier einheimischer Gesellen gegründet: Schreinermeister Wilhelm Berg und Klempnermeister Lambert Mertens. Die Gründungsurkunde mit der Unterschrift des Gesellenvaters Adolph Kolping ist heute noch im Besitz der Kolpingfamilie. In der Urkunde heißt es u.a.: Der Katholische Gesellenverein zu Eupen wurde in den Allgemeinen Verband des Katholischen Gesellenvereins durch Beschluss des Central-Vorstandes zu Köln am 21. Mai 1859 aufgenommen.

Im Laufe der Jahre zeigte sich immer mehr, wie wichtig es wäre, über ein eigenes Haus zu verfügen, in dem sich die jungen Handwerker zu religiösen und beruflichen Vorträgen, aber auch zum geselligen Beisammensein einfinden konnten. Aber erst in den achtziger Jahren des Neunzehntenjahrhunderts sollte der Traum von einem Gesellenhaus Wirklichkeit werden.

Am 31. Juli 1884 kaufte Herr Edmund Braun die beiden Häuser Bergstrasse 90 und 92 und stellte sie dem damaligen Präses des Gesellenvereins Lorenz Gossen, Kaplan an der St. Lambertuskirche im Werthplatz, zur Verfügung. Kurz danach wurde auf dem höher gelegenen Gelände nach den Plänen des Aachener Baumeisters Josef Hürth, dem Vater des späteren Generalpräses des Kolpingwerkes, Theodor Hürth, der Saal erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte am 14. Juni 1885. Am 17. Oktober 1886 wurde der Neubau feierlich eingeweiht.

Im Laufe der mehr als hundertjährigen Geschichte hat das Kolpinghaus so machen Verschönerung und Ergänzung erfahren. So gibt die Presse am 24. November 1922 bekannt, dass der Katholische Gesellenverein auf nächsten Sonntag zur Einweihung seiner Kriegergedächtnisstätte und Eröffnung des umgebauten Saales einlädt. Nach weiteren Renovierungsarbeiten im Laufe der Jahre, wurde am 04. Februar 1995 die Einweihung des neugestallten Kolpinghauses gefeiert. In den Monaten davor, wurden nicht nur neue Versammlungsräume angebaut, sondern der gesamte Komplex einer grundlegenden Modernisierung unterzogen.

Heute ist das Kolpinghaus Eigentum der Stadt Eupen und wird durch das Kulturelle Komitee der Stadt Eupen VoG verwaltet. Es bietet jetzt nicht mehr den wanderdenden Gesellen ein Zuhause, sondern zahlreichen Kulturvereinigungen unserer Stadt mit ihren Mitgliedern.
 



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