Untermenü - Sehenswürdigkeiten > Hohes Venn
Seit 1957 Naturschutzgebiet

Das Hohe Venn

Das Hohe Venn, im Osten der Provinz Lüttich, stelle eines der wertvollsten Naturgebiete Belgiens dar und verdient einen besonderen Schutz.

Durch das rauhe Klima dieses Gebietes mit den starken Niederschlägen, den langen und kalten Wintern und einer niedrigen Durchschnittstemperatur (6.1 °) konnten zahlreiche sehr seltene Pflanzenarten Nordeuropas und der Gebirgsregionen sowie des atlantischen Raums erhalten bleiben.

Die heutige Vennlandschaft ist größtenteils unter dem Einfluss des Menschen entstanden. Die alten Landbau- und Viehzuchtpraktiken, wie das Weiden, das Roden, das Ernten von Heu und die Gewinnung von Torf, haben offene Räume geschaffen. Bis zum Mittelalter war das Gebiet des Hohen Venns jedoch zu 90 % mit Laubwäldern bedeckt. Etwa ab 1840 (in der preußischen Zeit) wurden erhebliche Heideflächen mit Fichten bepflanzt. Dadurch gingen die Torfflächen sehr stark zurück.

Es ist das einzige bis heute erhalten gebliebene natürliche Biotop. Zu seinem Erhalt sind erhebliche Schutzmaßnahmen erforderlich.
Im Hinblick auf den Schutz der Fauna und Flora des Hohen Venns wurde eine Fläche von 4.500 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen (bereits 1957). Dieses Schutzgebiet wurde seit 1966 mit dem Europäischen Diplom für Naturschutz ausgezeichnet.

Fußwanderungen und Langlaufski sind die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Naturfreunde, die das Gebiet im Sommer und im Winter besuchen. Die Naturlehrzentren sowie die Stätten "Baraque Michel", "Mont Rigi" und "Signal de Botrange" (höchster Punkt Belgiens – 694 m) sind ideale Ausgangspunkte für einen Vennausflug. Wanderkarten finden Sie in unserem Shop.